Lockheed hebt Prognose an – Aktie steigt 8,5 Prozent

Oktober 22, 2026
Lockheed hebt Prognose an – Aktie steigt 8,5 Prozent

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat seine Jahresziele angehoben und damit an der Wall Street für deutliche Kursgewinne gesorgt. Die Aktie legte um 8,5 Prozent zu, nachdem das Unternehmen sowohl seine Umsatz- als auch seine Gewinnprognose für 2026 verbessert hatte.

Zusätzlichen Rückenwind liefert die anhaltend hohe Nachfrage nach Raketenabwehrsystemen und Kampfjets. Im dritten Quartal erreichte der Auftragsbestand mit 292 Milliarden Dollar einen neuen Rekord. Außerdem vereinbarte Lockheed Martin mit dem US-Verteidigungsministerium einen langfristigen Rahmen für mindestens 850 F-35-Kampfjets.

Aktie gewinnt 8,5 Prozent an der Wall Street

Die Börse reagierte unmittelbar auf die angehobenen Erwartungen.

Die Lockheed-Martin-Aktie stieg um 8,5 Prozent. Für Anleger war dabei nicht nur die höhere Jahresprognose entscheidend, sondern auch der enorme Auftragsbestand.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Kursanstieg: 8,5 Prozent
  • neue Umsatzprognose 2026: 80 bis 82 Milliarden Dollar
  • bisherige Umsatzprognose: 79,75 bis 81,75 Milliarden Dollar
  • neuer erwarteter Gewinn je Aktie: 30,35 bis 30,75 Dollar
  • bisherige Gewinnspanne: 29,95 bis 30,65 Dollar
  • Auftragsbestand: Rekordwert von 292 Milliarden Dollar
  • F-35-Rahmenvereinbarung: mindestens 850 Kampfjets
  • Laufzeit der Vereinbarung: zehn Jahre

Damit verbessert sich der Ausblick des Konzerns sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn.

Umsatzprognose steigt auf bis zu 82 Milliarden Dollar

Lockheed Martin erwartet für das Gesamtjahr 2026 nun Erlöse zwischen 80 und 82 Milliarden Dollar.

Zuvor hatte der Konzern mit einem Jahresumsatz zwischen 79,75 und 81,75 Milliarden Dollar gerechnet.

Die Untergrenze der Prognose wurde damit um 250 Millionen Dollar erhöht. Auch das obere Ende steigt um denselben Betrag.

Die Anpassung fällt zwar prozentual vergleichsweise klein aus, sendet jedoch ein wichtiges Signal: Das Management erwartet für den weiteren Jahresverlauf eine stärkere Geschäftsentwicklung als noch zuvor.

Auch Gewinnziel wird nach oben gesetzt

Parallel dazu hob Lockheed Martin die Erwartungen für den Gewinn je Aktie an.

Nun rechnet der Konzern mit 30,35 bis 30,75 Dollar je Aktie.

Zuvor hatte die Prognose bei 29,95 bis 30,65 Dollar gelegen.

Damit wurde insbesondere die Untergrenze deutlich erhöht.

Die Veränderung zeigt, dass Lockheed nicht nur von höheren Umsätzen ausgeht, sondern gleichzeitig eine bessere Ergebnisentwicklung erwartet.

Rekord-Auftragsbestand erreicht 292 Milliarden Dollar

Ein besonders wichtiger Wert ist der Auftragsbestand.

Dieser stieg im dritten Quartal auf 292 Milliarden Dollar und erreichte damit einen neuen Höchststand.

Der sogenannte Backlog zeigt, welche Aufträge bereits vertraglich gesichert sind, aber noch nicht vollständig abgearbeitet und als Umsatz verbucht wurden.

Für Lockheed Martin bedeutet ein derart hoher Bestand eine außergewöhnlich gute Auslastung für die kommenden Jahre.

Er gibt dem Unternehmen gleichzeitig eine hohe Planungssicherheit.

Geopolitische Spannungen treiben Nachfrage

Lockheed Martin begründete seinen optimistischeren Ausblick mit der starken Nachfrage nach militärischer Ausrüstung.

Besonders gefragt sind:

  • Raketenabwehrsysteme
  • Kampfjets
  • weitere Verteidigungssysteme

Die aktuelle geopolitische Lage führt dazu, dass zahlreiche Staaten ihre Verteidigungsausgaben erhöhen oder bestehende Beschaffungsprogramme beschleunigen.

Davon profitieren insbesondere große Rüstungskonzerne mit etablierten Programmen und langfristigen Verträgen.

Lockheed Martin gehört in diesem Bereich zu den weltweit bedeutendsten Anbietern.

F-35 bleibt Schlüsselprogramm des Konzerns

Eine zentrale Rolle spielt weiterhin der F-35-Kampfjet.

Lockheed Martin gab bekannt, eine langfristige Rahmenvereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium abgeschlossen zu haben.

Diese sieht über einen Zeitraum von zehn Jahren mindestens 850 F-35-Kampfjets vor.

Die Vereinbarung gehört damit zu den umfangreichsten langfristigen Beschaffungsplänen des Konzerns.

Der F-35 ist eines der wichtigsten Programme im Portfolio von Lockheed Martin und trägt erheblich zum Umsatz des Unternehmens bei.

Mindestens 850 Jets über zehn Jahre geplant

Die neue Vereinbarung sorgt für zusätzliche langfristige Planungssicherheit.

Mindestens 850 Maschinen sollen im Rahmen des Vertrags über zehn Jahre hinweg geliefert werden.

Rein rechnerisch entspricht dies durchschnittlich mindestens 85 F-35 pro Jahr.

Die tatsächlichen Auslieferungszahlen können allerdings je nach Produktionsplanung und Abruf durch das Verteidigungsministerium unterschiedlich ausfallen.

Für Lockheed bedeutet der Rahmenvertrag dennoch eine langfristig gesicherte Nachfrage.

Raketenabwehr gewinnt weiter an Bedeutung

Neben Kampfflugzeugen entwickelt sich auch der Bereich Raketenabwehr zu einem wichtigen Wachstumstreiber.

Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen investieren viele Staaten verstärkt in Systeme, die Raketen und andere Bedrohungen frühzeitig erkennen und abfangen können.

Dieser Bereich gehört zu den technologisch anspruchsvollsten Segmenten der Verteidigungsindustrie.

Für Lockheed Martin bedeutet die steigende Nachfrage zusätzliche Aufträge und langfristige Produktionsprogramme.

Hoher Auftragsbestand sichert künftige Umsätze

Der Rekordwert von 292 Milliarden Dollar zeigt, dass Lockheed Martin bereits über ein umfangreiches Volumen vertraglich gesicherter Projekte verfügt.

Zum Vergleich: Der Auftragsbestand entspricht einem Mehrfachen des erwarteten Jahresumsatzes von 80 bis 82 Milliarden Dollar.

Damit verfügt das Unternehmen über eine außergewöhnlich hohe Visibilität für zukünftige Erlöse.

Gerade in der Rüstungsindustrie sind lange Vertragslaufzeiten üblich. Große Programme können sich über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte erstrecken.

Anleger honorieren bessere Perspektiven

Die Kombination aus höherer Jahresprognose, Rekord-Auftragsbestand und neuen langfristigen Verträgen überzeugte die Börse.

Mit einem Plus von 8,5 Prozent gehörte die Aktie zu den auffälligsten Gewinnern an der Wall Street.

Die Kursreaktion zeigt, dass Anleger insbesondere die langfristige Auftragslage positiv bewerten.

Gleichzeitig bestätigt die angehobene Prognose, dass sich die hohe Nachfrage bereits in den aktuellen Geschäftszahlen bemerkbar macht.

Lockheed profitiert von langfristigen Rüstungsprogrammen

Das Geschäftsmodell von Lockheed Martin ist stark von langfristigen staatlichen Beschaffungsprogrammen geprägt.

Große Verträge wie der neue F-35-Rahmen geben dem Konzern Planungssicherheit über viele Jahre hinweg.

Der Rekord-Auftragsbestand von 292 Milliarden Dollar unterstreicht diese Position.

Mit einem erwarteten Jahresumsatz von bis zu 82 Milliarden Dollar und einem Gewinn von bis zu 30,75 Dollar je Aktie geht Lockheed Martin nun mit höheren Erwartungen in den weiteren Verlauf des Jahres 2026.

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