Audi-Gewinn bricht im dritten Quartal um 87 Prozent ein

Oktober 30, 2026
Audi-Gewinn bricht im dritten Quartal um 87 Prozent ein

Der Autobauer Audi hat im dritten Quartal einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Zwischen Juli und September blieb die VW-Tochter nur knapp in der Gewinnzone: Unter dem Strich standen lediglich 95 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte Audi noch 718 Millionen Euro verdient.

Damit schrumpfte der Quartalsgewinn innerhalb eines Jahres um 87 Prozent. Die schwache Entwicklung veranlasst das Unternehmen nun dazu, auch seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten zu korrigieren. Finanzchef Jürgen Rittersberger erwartet allerdings, dass sich das Geschäft im vierten Quartal wieder verbessert.

Nur noch 95 Millionen Euro Quartalsgewinn

Die Zahlen des dritten Quartals markieren einen deutlichen Rückschlag für den Ingolstädter Autobauer.

Audi erzielte nach Steuern nur noch einen Gewinn von 95 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es im gleichen Zeitraum noch 718 Millionen Euro gewesen.

Die wichtigsten Zahlen im Vergleich:

  • Gewinn im dritten Quartal 2026: 95 Millionen Euro
  • Gewinn im Vorjahresquartal: 718 Millionen Euro
  • Rückgang: 87 Prozent
  • Differenz zum Vorjahr: 623 Millionen Euro

Damit gingen innerhalb eines Jahres fast neun Zehntel des Quartalsgewinns verloren.

Audi entgeht nur knapp den roten Zahlen

Mit einem Nettogewinn von 95 Millionen Euro blieb Audi zwar profitabel, der Abstand zur Verlustzone ist jedoch erheblich kleiner geworden.

Für einen Automobilkonzern dieser Größe fällt der verbliebene Überschuss ausgesprochen gering aus. Das dritte Quartal entwickelte sich damit deutlich schwächer als die ersten Monate des Jahres.

Der massive Rückgang verdeutlicht, wie stark die wirtschaftliche Entwicklung des Teilkonzerns zuletzt unter Druck geraten ist.

Lamborghini, Bentley und Ducati gehören zum Konzern

Die Geschäftszahlen betreffen nicht nur die Kernmarke Audi.

Zum Teilkonzern gehören außerdem bekannte Marken wie:

  • Lamborghini
  • Bentley
  • Ducati

Audi bündelt damit sowohl das klassische Premium-Automobilgeschäft als auch Luxusfahrzeuge, Supersportwagen und Motorräder unter einem Konzerndach.

Die schwache Ergebnisentwicklung betrifft entsprechend einen breit aufgestellten Unternehmensbereich innerhalb des Volkswagen-Konzerns.

Nach neun Monaten bleiben 1,22 Milliarden Euro Gewinn

Über die ersten neun Monate des Jahres betrachtet schreibt Audi weiterhin deutlich schwarze Zahlen.

Von Januar bis September erzielte das Unternehmen einen Gewinn von insgesamt 1,22 Milliarden Euro.

Der Umsatz belief sich im selben Zeitraum auf rund 42 Milliarden Euro.

Auch diese Werte liegen allerdings deutlich unter den entsprechenden Ergebnissen des Vorjahres.

Die Neunmonatszahlen im Überblick:

  • Umsatz: rund 42 Milliarden Euro
  • Gewinn: 1,22 Milliarden Euro
  • besonders schwaches drittes Quartal
  • Jahresprognose wird nach unten angepasst

Das Unternehmen befindet sich damit weiterhin in der Gewinnzone, hat jedoch einen erheblichen Teil seiner früheren Ertragskraft eingebüßt.

Drittes Quartal verschärft die finanzielle Belastung

Vor allem die Entwicklung zwischen Juli und September fällt im bisherigen Jahresverlauf negativ auf.

Von den insgesamt 1,22 Milliarden Euro Gewinn nach neun Monaten entfielen lediglich 95 Millionen Euro auf das dritte Quartal.

Das macht deutlich, dass sich die Geschäftslage zuletzt erheblich verschlechtert hat.

Die ersten sechs Monate müssen demnach den überwiegenden Teil des bisherigen Jahresgewinns geliefert haben.

Audi korrigiert Jahresziele nach unten

Das ausgesprochen schwache dritte Quartal bleibt nicht ohne Folgen für den Ausblick.

Audi senkt seine Prognose für das Gesamtjahr.

Die bisherigen Erwartungen sind nach der jüngsten Ergebnisentwicklung nicht mehr zu halten. Damit reagiert das Management auf die deutlich geringere Profitabilität der vergangenen Monate.

Konkrete neue Zielwerte werden im vorliegenden Material nicht genannt. Klar ist jedoch, dass Audi inzwischen mit einem schwächeren Jahresabschluss rechnet als bislang vorgesehen.

Viertes Quartal soll wieder stärker ausfallen

Trotz der Prognosesenkung erwartet die Unternehmensführung eine Verbesserung zum Jahresende.

Finanzchef Jürgen Rittersberger geht davon aus, dass sich aus der neuen Prognose bereits ableiten lässt, dass das vierte Quartal besser verlaufen dürfte.

Damit rechnet Audi für die letzten drei Monate des Jahres mit einer Erholung gegenüber dem ausgesprochen schwachen dritten Quartal.

Ob diese Verbesserung ausreichen wird, um einen größeren Teil der bisherigen Rückgänge auszugleichen, bleibt jedoch offen.

Ertragskraft steht deutlich stärker unter Druck

Die Zahlen zeigen einen erheblichen Unterschied zwischen Umsatzgröße und tatsächlichem Gewinn.

Nach neun Monaten setzte Audi rund 42 Milliarden Euro um, erzielte daraus aber nur noch 1,22 Milliarden Euro Nettogewinn.

Besonders drastisch zeigt sich die Entwicklung im dritten Quartal, in dem trotz des großen operativen Geschäfts lediglich 95 Millionen Euro übrig blieben.

Für den Konzern wird damit die Frage immer wichtiger, wie sich die Profitabilität wieder erhöhen lässt.

Gewinn fällt binnen Jahresfrist um 623 Millionen Euro

Der direkte Vorjahresvergleich verdeutlicht das Ausmaß besonders anschaulich.

Im dritten Quartal des vergangenen Jahres hatte Audi noch 718 Millionen Euro verdient.

Nun sind es nur noch 95 Millionen Euro.

Damit fehlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum 623 Millionen Euro Gewinn.

Der Rückgang um 87 Prozent gehört damit zu den auffälligsten Kennzahlen des Quartalsberichts.

Audi-Chef Döllner zusätzlich unter öffentlichem Druck

Neben den wirtschaftlichen Problemen steht Konzernchef Gernot Döllner derzeit auch aus einem anderen Grund im Blickpunkt.

Döllner wird wegen eines Auftritts gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump kurz vor den amerikanischen Zwischenwahlen kritisiert.

Diese Debatte steht zwar nicht unmittelbar mit dem Gewinneinbruch in Verbindung, erhöht jedoch zusätzlich die öffentliche Aufmerksamkeit rund um die Audi-Führung.

Das Unternehmen muss damit derzeit sowohl auf der wirtschaftlichen als auch auf der öffentlichen Ebene mit erhöhtem Druck umgehen.

Jahresendgeschäft wird für Audi besonders wichtig

Nach dem Einbruch im dritten Quartal erhält die Entwicklung in den letzten drei Monaten des Jahres zusätzliche Bedeutung.

Audi hat die Gesamtjahresprognose bereits reduziert. Gleichzeitig erwartet Finanzchef Rittersberger wieder bessere Zahlen im vierten Quartal.

Damit wird der Jahresabschluss zeigen, ob das dritte Quartal einen vorübergehenden Tiefpunkt darstellte oder ob die schwächere Profitabilität länger anhält.

Fest steht bereits jetzt: Mit nur 95 Millionen Euro Quartalsgewinn, einem Rückgang von 87 Prozent und einer gesenkten Jahresprognose fällt die finanzielle Bilanz deutlich schwächer aus als noch vor einem Jahr.

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