Adidas-Aktie bricht nach Quartalszahlen ein

Juli 30, 2026
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Enttäuschende Zahlen belasten den Aktienkurs

Die Aktie von Adidas geriet am Donnerstag massiv unter Druck. Zeitweise verlor das Papier rund 18 Prozent und steuerte damit auf den größten prozentualen Tagesverlust seit Beginn der Aufzeichnungen zu. Anleger reagierten enttäuscht auf die aktuellen Quartalszahlen und den vorsichtigen Ausblick des Sportartikelherstellers.

Zwar entwickelte sich das operative Geschäft weiterhin positiv, doch die Ergebnisse blieben hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Vor allem institutionelle Investoren trennten sich nach der Veröffentlichung der Zahlen in großem Umfang von ihren Aktien.

Umsatz wächst, Gewinn bleibt hinter Prognosen

Im abgelaufenen Quartal erhöhte Adidas seinen Umsatz um 14 Prozent. Das operative Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent auf 574 Millionen Euro.

Damit blieb das Unternehmen jedoch deutlich unter den Analystenschätzungen, die im Durchschnitt mit 623 Millionen Euro gerechnet hatten. Obwohl das Geschäft weiter wächst, reichte die Entwicklung nicht aus, um die hohen Erwartungen der Börse zu erfüllen.

Hohe Marketingkosten drücken auf das Ergebnis

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern belasteten insbesondere die gestiegenen Marketingausgaben während der Fußball-Weltmeisterschaft die Profitabilität. Großveranstaltungen sorgen zwar häufig für höhere Markenpräsenz und langfristige Werbeeffekte, erhöhen kurzfristig jedoch die Kosten.

Diese zusätzlichen Ausgaben wirkten sich auf das operative Ergebnis aus und trugen dazu bei, dass die Gewinnentwicklung hinter den Prognosen zurückblieb.

Ausblick sorgt zusätzlich für Enttäuschung

Für weitere Verunsicherung sorgte der Jahresausblick. Adidas bestätigte zwar seine bisherigen Gewinnziele, hob sie trotz des Umsatzwachstums jedoch nicht an.

Zudem machte das Unternehmen deutlich, dass mögliche Rückerstattungen von US-Zöllen in der Prognose nicht berücksichtigt wurden. Viele Anleger hatten offenbar auf optimistischere Signale für die zweite Jahreshälfte gehofft.

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