Gewinn steigt dank starkem Börsenhandel deutlich
Die Schweizer Großbank UBS hat drei Jahre nach der Übernahme der Credit Suisse einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dank eines außergewöhnlich starken Geschäfts im Aktienhandel konnte das Finanzinstitut seinen Vorsteuergewinn im zweiten Quartal deutlich steigern und nähert sich wieder dem Ertragsniveau vor der milliardenschweren Übernahme.

Vorsteuergewinn legt um 64 Prozent zu
Im zweiten Quartal erwirtschaftete die UBS einen Vorsteuergewinn von 3,59 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig übertraf das Ergebnis die Erwartungen vieler Analysten.
Nach Angaben von Konzernchef Sergio Ermotti befindet sich die Bank auf einem guten Weg, das Gewinnniveau aus der Zeit vor der Integration der Credit Suisse wieder zu erreichen. Obwohl das Geschäftsjahr noch nicht abgeschlossen sei, liege dieses Ziel inzwischen in greifbarer Nähe.
Milliarden eingespart
Seit dem Abschluss der Übernahme im Juni 2022 hat die UBS ihre Kosten massiv reduziert. Insgesamt wurden bereits 12,6 Milliarden US-Dollar eingespart. Ein wesentlicher Bestandteil des Sparprogramms war der umfangreiche Stellenabbau.
Bislang hat die Bank mehr als 20.000 Arbeitsplätze gestrichen. Im zweiten Quartal sank die Zahl der Beschäftigten auf 99.085. Damit liegt die Mitarbeiterzahl erstmals seit der Fusion wieder unter der Marke von 100.000.
Weitere Einschnitte möglich
Branchenexperten gehen davon aus, dass der Personalabbau noch nicht abgeschlossen ist. Die Integration der Credit Suisse dürfte auch in den kommenden Monaten weitere organisatorische Anpassungen und zusätzliche Einsparungen mit sich bringen.
Für die UBS gilt die Übernahme inzwischen jedoch als weitgehend abgeschlossen. Die aktuellen Geschäftszahlen zeigen, dass sich der Konzern nach dem historischen Zusammenschluss zunehmend stabilisiert und wieder an seine frühere Ertragskraft anknüpft.