Fast jeder zweite Bürgergeldempfänger ist kein Deutscher

April 15, 2026
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Bürgergeld sprengt weiter den Rahmen

Die Bürgergeld-Bilanz für 2025 ist politisch brisant und sozial explosiv. Insgesamt bezogen in Deutschland 5.186.020 Menschen Leistungen nach dem SGB II. Darunter waren 2.425.280 Ausländer. Das entspricht 46,8 Prozent aller Empfänger. Anders gesagt: Fast jeder zweite Bürgergeld-Bezieher hatte 2025 keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Noch schärfer wirkt der Blick auf die Kosten. Insgesamt gab Deutschland im vergangenen Jahr 46,6 Milliarden Euro für Bürgergeld aus. Davon gingen 24,9 Milliarden Euro an deutsche Staatsbürger und 21,7 Milliarden Euro an ausländische Leistungsempfänger. Diese Summe ist gewaltig. Sie zeigt, wie tief das System inzwischen in den Staatshaushalt eingreift und wie stark es mit Migration, Flucht und Arbeitsmarktintegration verknüpft ist.

Wer diese Zahlen kleinreden will, verkennt die Dimension. Es geht nicht um Randbeträge, sondern um zweistellige Milliardenlasten. Und es geht nicht um kleine Gruppen, sondern um Millionen Menschen.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

  • Gesamtausgaben Bürgergeld 2025: 46,6 Milliarden Euro
  • Davon an deutsche Staatsbürger: 24,9 Milliarden Euro
  • Davon an Ausländer: 21,7 Milliarden Euro
  • Gesamtzahl der Empfänger: 5.186.020
  • Davon Deutsche: 2.760.690
  • Davon Ausländer: 2.425.280
  • Anteil ausländischer Empfänger: 46,8 Prozent
  • Anteil deutscher Empfänger: 53,2 Prozent
  • Rückgang der Gesamtzahl 2025: 235.500 Personen
  • Nichterwerbsfähige Leistungsbezieher: rund 1,37 Millionen, meist Kinder unter 15 Jahren

Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache. Zwar sind Deutsche mit 53,2 Prozent noch knapp in der Mehrheit. Der Abstand zu den ausländischen Empfängern ist jedoch erstaunlich gering. Ein Sozialstaat, in dem fast jeder zweite Bürgergeldbezieher keinen deutschen Pass besitzt, bleibt zwangsläufig politischer Zündstoff.

21,7 Milliarden Euro für Ausländer sind kein Nebenaspekt

Besonders brisant ist die Summe von 21,7 Milliarden Euro, die 2025 an ausländische Empfänger floss. Das ist keine statistische Nebenlinie, sondern einer der größten und empfindlichsten Posten im gesamten Bürgergeldsystem. Gerade deshalb trifft die Debatte einen Nerv.

Denn diese Summe steht in einer Zeit im Raum, in der viele Bürger selbst unter hoher Inflation, steigenden Mieten, Energiepreisen und wachsender Abgabenlast leiden. Wenn der Staat gleichzeitig Milliardenbeträge in ein System lenkt, in dem fast die Hälfte der Empfänger ausländische Staatsangehörige sind, entsteht zwangsläufig politischer Sprengstoff. Nicht wegen Stimmungsmache, sondern wegen der schieren Größenordnung.

Die größten Gruppen unter den ausländischen Empfängern

An der Spitze stehen Geflüchtete aus der Ukraine. Im Dezember 2025 erhielten 660.508 Ukrainer Bürgergeld. Dahinter folgen:

  • Syrien: 444.136
  • Afghanistan: 198.714
  • Türkei: 186.249
  • Westbalkan: 106.829
  • Bulgarien: 103.310
  • Irak: 85.908
  • Rumänien: 77.136
  • Polen: 48.335
  • Serbien: 44.732
  • Italien: 40.805

Gerade diese Auflistung zeigt, wie breit das Thema inzwischen geworden ist. Es geht längst nicht mehr nur um Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Die Zahlen reichen von klassischen Fluchtstaaten bis hin zu Herkunftsländern innerhalb Europas. Dadurch wird das Bürgergeld nicht nur zur Sozialfrage, sondern zur Grundsatzfrage über Zuwanderung, Integration und Belastbarkeit des Systems.

Die Zahl sinkt leicht, das Problem bleibt riesig

Oberflächlich betrachtet gibt es eine Entlastung. Die Zahl der Bürgergeldempfänger sank 2025 um 235.500 Personen. Auch bei Ausländern lag der Wert niedriger als 2024. Damals waren es noch rund 48 Prozent, Ende 2025 lag die Quote bei 46,8 Prozent.

Doch dieser Rückgang ändert nichts an der politischen Wucht des Problems. Denn auch nach diesem Minus bleiben mehr als 5,18 Millionen Menschen im System. Und auch nach dem Rückgang fließen noch immer 21,7 Milliarden Euro an ausländische Leistungsbezieher. Das ist keine Entwarnung, sondern bestenfalls eine leichte Dämpfung auf sehr hohem Niveau.

Ein Teil findet Arbeit, doch die Belastung bleibt enorm

Experten führen den Rückgang vor allem darauf zurück, dass mehr erwerbsfähige Zuwanderer einen sozialversicherungspflichtigen Job finden und dadurch aus dem Bürgergeldbezug herausfallen. Das ist positiv. Aber auch diese Entwicklung muss nüchtern eingeordnet werden.

Denn selbst wenn mehr Menschen Arbeit finden, bleibt die Ausgangsbasis riesig. Das System ist weiterhin mit Millionen Empfängern belastet. Solange fast 2,43 Millionen Ausländer Bürgergeld beziehen, bleibt die Frage der Integration in den Arbeitsmarkt zentral. Jeder Fortschritt hilft. Aber jeder ausbleibende Fortschritt kostet Milliarden.

Für Ukrainer werden die Regeln bereits verschärft

Die Bundesregierung hat auf diesen Druck reagiert. Bereits im November 2025 wurde ein Gesetzentwurf beschlossen, nach dem Geflüchtete aus der Ukraine, die nach dem 1. April 2025 eingereist sind, kein Bürgergeld mehr erhalten sollen. Stattdessen sollen bei Bedürftigkeit nur noch niedrigere Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gezahlt werden.

Der Unterschied ist erheblich:

  • Asylbewerberleistung für Alleinstehende: 455 Euro
  • Bürgergeld für Alleinstehende: 563 Euro

Die Kürzung beträgt also 108 Euro pro Monat. Allein diese Differenz zeigt, wie groß der politische Druck inzwischen geworden ist. Der Staat beginnt offenkundig, das System für neue Gruppen deutlich unattraktiver zu machen.

Ab Juli 2026 kommt die neue Grundsicherung

Zum 1. Juli 2026 wird das Bürgergeld durch die neue Grundsicherung ersetzt. Für die rund 5,2 Millionen Empfänger sollen dann strengere Regeln gelten. Wer Fördermaßnahmen abbricht, keine Bewerbungen schreibt oder Mitwirkung verweigert, muss mit härteren Kürzungen rechnen als bisher.

Diese Verschärfung ist überfällig. Denn ein System in dieser Größenordnung kann politisch auf Dauer nur bestehen, wenn es glaubhaft mit Leistung, Mitwirkung und Arbeitsaufnahme verbunden ist. Andernfalls wird aus sozialer Absicherung ein immer teureres Dauersystem, das das Vertrauen vieler Beitrags- und Steuerzahler weiter untergräbt.

Die Bilanz ist vernichtend klar

Die Bürgergeld-Zahlen für 2025 sind nicht nur hoch, sondern alarmierend hoch:

  • 46,6 Milliarden Euro Gesamtkosten
  • 21,7 Milliarden Euro davon an Ausländer
  • 46,8 Prozent ausländische Empfänger
  • 5.186.020 Menschen insgesamt im Bezug

Das ist keine kleine Schieflage mehr. Das ist ein Sozialstaat, der unter enormem finanziellen und politischen Druck steht. Wer diese Zahlen weichzeichnet, verharmlost die Realität. Deutschland trägt hier eine Milliardenlast, deren gesellschaftliche und politische Brisanz kaum noch zu übersehen ist.

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