Der Schweizer Pharmakonzern Novartis blickt nach einem starken dritten Quartal optimistischer auf das Gesamtjahr. Vor allem kräftige Medikamentenverkäufe sorgten zwischen Juli und September für steigende Erlöse und einen deutlich höheren operativen Gewinn. Der Konzern hob deshalb seine Prognose für das operative Kernergebnis an.
Der bereinigte operative Gewinn erhöhte sich im dritten Quartal um 11 Prozent auf 6,04 Milliarden Dollar. Gleichzeitig stieg der Umsatz um 4 Prozent auf 14,52 Milliarden Dollar. Damit entwickelte sich das Ergebnis deutlich dynamischer als die Erlöse.

Operativer Gewinn steigt um elf Prozent
Besonders kräftig fiel die Entwicklung beim bereinigten operativen Ergebnis aus.
Novartis erzielte von Juli bis September einen bereinigten operativen Gewinn von 6,04 Milliarden Dollar. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg um 11 Prozent.
Die wichtigsten Quartalszahlen im Überblick:
- Umsatz: 14,52 Milliarden Dollar
- Umsatzwachstum: 4 Prozent
- bereinigter operativer Gewinn: 6,04 Milliarden Dollar
- Gewinnanstieg: 11 Prozent
- neue Jahresprognose: Stagnation oder niedriges einstelliges Wachstum beim operativen Kernergebnis
Damit wuchs der Gewinn fast dreimal so stark wie der Umsatz.
Medikamentenverkäufe treiben das Geschäft
Als wesentlichen Grund für die positive Entwicklung nennt Novartis die starken Verkäufe seiner Medikamente.
Die höhere Nachfrage sorgte dafür, dass der Konzern seinen Umsatz im dritten Quartal auf 14,52 Milliarden Dollar steigern konnte.
Das Plus von 4 Prozent zeigt, dass das Wachstum auf einer soliden Umsatzentwicklung beruht. Gleichzeitig gelang es dem Unternehmen, daraus einen deutlich stärkeren Zuwachs beim operativen Ergebnis zu erzielen.
Für einen Pharmakonzern ist diese Entwicklung besonders wichtig, weil steigende Umsätze allein noch nicht zwangsläufig zu einem entsprechend höheren Ergebnis führen. Entscheidend ist, wie profitabel zusätzliche Erlöse erwirtschaftet werden.
Ergebnis wächst deutlich schneller als Umsatz
Auffällig ist das Verhältnis zwischen Umsatz- und Gewinnentwicklung.
Während die Erlöse um 4 Prozent zunahmen, verbesserte sich das bereinigte operative Ergebnis um 11 Prozent.
Der Abstand von 7 Prozentpunkten zeigt, dass sich die Ertragsentwicklung im Quartal deutlich stärker verbesserte als das reine Umsatzwachstum.
Damit konnte Novartis aus dem zusätzlichen Geschäft überproportional viel operatives Ergebnis erzielen.
Die Zahlen sprechen für ein besonders profitables drittes Quartal.
Jahresprognose wird deutlich verbessert
Nach den starken Zahlen korrigierte der Vorstand seinen Ausblick für das Gesamtjahr nach oben.
Bislang hatte Novartis beim operativen Kernergebnis noch mit einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich gerechnet.
Diese Erwartung wurde nun deutlich verbessert.
Der Konzern geht inzwischen davon aus, dass das operative Kernergebnis:
- stabil bleiben
- oder im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen
wird.
Damit hat sich der Ausblick vom erwarteten Rückgang hin zu einer möglichen positiven Entwicklung verschoben.
Von Rückgang zu möglichem Wachstum
Die Prognoseänderung ist deshalb besonders bemerkenswert, weil sie nicht lediglich eine kleinere Anpassung innerhalb einer bestehenden Wachstumsspanne darstellt.
Zuvor rechnete das Management mit einem leichten Minus.
Nun hält Novartis sogar ein Wachstum des operativen Kernergebnisses für möglich.
Damit hat sich die Einschätzung für das Gesamtjahr grundlegend verbessert.
Die starken Medikamentenverkäufe des dritten Quartals haben dem Konzern offenbar genügend Rückenwind gegeben, um die bisherigen Erwartungen nach oben anzupassen.
Umsatzprognose bleibt unverändert
Beim Umsatz nimmt Novartis dagegen keine weitere Veränderung an seiner bisherigen Prognose vor.
Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern weiterhin ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Damit unterscheiden sich die beiden wichtigsten Prognosen:
- beim Umsatz bleibt die bisherige Erwartung bestehen
- beim operativen Kernergebnis wird der Ausblick deutlich angehoben
Die Verbesserung konzentriert sich somit vor allem auf die erwartete Profitabilität.
Drittes Quartal verbessert den Jahresausblick
Die Monate Juli bis September haben die Erwartungen des Managements für den weiteren Jahresverlauf offensichtlich verändert.
Mit einem Umsatz von 14,52 Milliarden Dollar und einem operativen bereinigten Gewinn von 6,04 Milliarden Dollar konnte Novartis sowohl beim Geschäftsumfang als auch beim Ergebnis zulegen.
Besonders die Differenz zwischen 4 Prozent Umsatzwachstum und 11 Prozent Ergebniswachstum fällt dabei ins Gewicht.
Sie zeigt, dass der Konzern im dritten Quartal nicht nur mehr verkauft, sondern zugleich seine operative Ertragskraft verbessert hat.
Profitabilität rückt stärker in den Mittelpunkt
Für Anleger ist die angehobene Ergebnisprognose besonders relevant.
Während Umsatzwachstum zeigt, wie sich das Geschäft entwickelt, gibt das operative Ergebnis einen stärkeren Hinweis darauf, wie profitabel dieses Geschäft tatsächlich ist.
Novartis erwartet nun nicht mehr, dass das operative Kernergebnis im Gesamtjahr zurückgeht.
Stattdessen soll es zumindest stabil bleiben und könnte sogar leicht zulegen.
Damit hat sich die Ausgangslage für das Gesamtjahr gegenüber der bisherigen Prognose spürbar verbessert.
Starke Medikamentennachfrage bleibt entscheidend
Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, ob Novartis die robuste Nachfrage nach seinen Medikamenten aufrechterhalten kann.
Im dritten Quartal war genau diese Nachfrage der zentrale Wachstumstreiber.
Sollte sich die Geschäftsentwicklung im Schlussquartal ähnlich fortsetzen, würde dies die neue Prognose unterstützen.
Der Konzern hält gleichzeitig an seiner Umsatzprognose fest und erwartet weiterhin ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Novartis startet mit höheren Erwartungen ins Schlussquartal
Mit der neuen Prognose geht Novartis deutlich optimistischer in die letzten Monate des Geschäftsjahres.
Der Konzern erwartet nun beim operativen Kernergebnis mindestens eine stabile Entwicklung und möglicherweise ein leichtes Wachstum.
Nach 6,04 Milliarden Dollar bereinigtem operativem Gewinn und 14,52 Milliarden Dollar Umsatz im dritten Quartal hat das Management seinen bisherigen vorsichtigeren Ausblick damit nach oben korrigiert.